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„Nichts zu tun ist keine Option“

Thomas Reiner gibt eine Übersicht über Megatrends im Verpackungsmarkt

Unter dem Thema „Wettbewerb auf dem Verpackungsmarkt“ hat am 2. Juli 2010 in Hamburg die 1. Converting  Summit stattgefunden. Der Veranstalter, nimble shows & media GmbH, hatte renommierte Sprecher aus verschiedenen Bereichen der Verpackungsbranche eingeladen, darunter auch Thomas Reiner, Vorstandsvorsitzender des dvi, der über Megatrends im Verpackungsmarkt sprach.

Verpackung wird wichtiger

Zu Beginn seines Vortrags gewährte Thomas Reiner einen Blick auf den aktuellen Stand und jüngste Entwicklungen auf dem Verpackungsmarkt. Auffallend dabei ist sein  kontinuierliches Wachstum, das in weniger entwickelten Weltwirtschaftsgebieten besonders ausgeprägt ist. Am meisten gewachsen ist dabei der Lebensmittelbereich.

Das hat vor allem mit Veränderungen im Alltag zu tun. So hat sich der Schwerpunkt vom Familienessen zu Hause auf den Snack unterwegs verschoben. Generell muss Essen heute also vor allem zum Verzehr für unterwegs brauchbar gemacht sein. Entscheidend für das Wachstum sind aber vor allem die den Märkten zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten. Jedenfalls bietet  auch die  Zukunft noch viel Wachstumspotenzial, denn unter anderem der asiatische Markt ist noch lange nicht ausgeschöpft.

Der Markt macht die Trends

Wie können die Unternehmen die Chancen der Zukunft für sich nutzen? Grundsätzlich sollte ihnen klar sein, dass nicht sie die Trends machen, sondern Trends sich aus den Veränderungen heraus ergeben. Mit diesen Veränderungen müssen Unternehmen arbeiten, wobei der Umgang individuell sein sollte und nicht ausgerichtet auf die Aussage von Zukunftsforschern.

Thomas Reiner hat einige der Trends, die den Markt zurzeit bewegen, vorgestellt, unter anderem die Wichtigkeit von Emotionalisierung und Individualisierung. Darum ist es nicht erstaunlich, dass bereits im Jahr 2030 schätzungsweise 62% der hergestellten Verpackungen individualisiert sein werden.
Auch die Bedeutung der Marken wird in Zukunft zunehmen. Nachdem Marken früher lediglich der Qualitätssicherung und später auch Innovationen dienten, besteht heute ihre Aufgabe zusätzlich darin ökologische Nachhaltigkeit zu versichern. Bei diesen Entwicklungen dürfen die Unternehmen keinesfalls auf der Strecke bleiben. Vielmehr müssen sie sich der Geschwindigkeit der Verpackungswelt anpassen.
Aus der Schnelllebigkeit der Gesellschaft ergeben sich für Verpackungsbranche also deutliche Konsequenzen.

5 Säulen zum Erfolg

Thomas Reiner empfiehlt Unternehmen den Bau auf 5 Säulen, wenn Sie die Marktveränderungen für sich nutzen wollen:

1.      Innovation
Innovationen sind ein wichtiger Teil des Erfolgs. Trotzdem ist es absurd, ein neues Produkt wie ein gestandenes zu behandeln. Wichtig ist, sich darüber klar zu werden, welches Ziel man mit diesem Produkt anstrebt und sich diesem dann Stück für Stück zu nähern.

2.      Nachhaltigkeit
„Nichts zu tun, ist keine Option“, so Thomas Reiner, „Wir müssen mehr leisten im Bereich der Nachhaltigkeit!“ Das passiert idealerweise in 4 Stufen. Erst einmal muss der Status Quo aufrechterhalten werden. Dem folgt ein Risikomanagement, durch das Legalität und Hygienefaktoren gesichert werden. Erst dann kann man durch Imagepflege und Optimierung der Produkte und Kosten an Geschäftsverbindungen arbeiten. Darüber hinaus können sich Unternehmen durch Zusatzgeschäfte von anderen Marktteilnehmern differenzieren und abheben. Dazu gehören unter anderem die Erschließung neuer Märkte und Zielgruppen, sowie die Profilierung neuer Produkte auf dem Markt.

3.      Flexibilität
Das Ziel einer Verpackung ist es, den Markt und die Konkurrenz zu dominieren. Dabei ist wichtig, dass sie zum einen dem Unternehmen eine Preiskontrolle nach oben ermöglicht, zum andern aber auch den Kunden zufrieden stellt, was oft zu spontanen Erneuerungen führt, die Flexibilität voraussetzen.

4.      Geschwindigkeit
Die modernen Märkte erwarten immer schnelleres Handeln. 23% der Markenartikel haben eine Vorlaufzeit von ein bis vier Wochen, bevor eine Kopie des Produkts beim Discounter erhältlich ist. Dementsprechend schnell muss es den Unternehmen gelingen, ihr Original zu profilieren und vor Konkurrenz zu schützen.

5.      Kommunikation
Hier sieht Thomas Reiner eine noch offene Baustelle. Die Kommunikation - vor allem zwischen den Unternehmen - ist nicht genug ausgeprägt. Deshalb führt eine verbesserte Kommunikation auch zu größerem Erfolg.

Befolgen die Unternehmen diese 5 Richtlinien, dann können sie gemäß Thomas Reiner dadurch ihre Marktausrichtung verstärken und durch mehrstufiges Marketing einen größtmöglichen Erfolg erreichen.
Erleichtern kann dies die Pyramide der Marktausrichtung. Sie macht die Notwendigkeit der Produktionsorientierung als Fundament deutlich. Auf dieses bauen dann nacheinander die Produktorientierung, die Vertriebsorientierung und die Kundenorientierung auf. Die Marktorientierung bildet letztendlich die Spitze der Pyramide.

Veränderung für den Erfolg

„Doch für Erfolg ist auch eine konsequente Verhaltensänderung im Unternehmen notwendig“, kommt Thomas Reiner zum Schluss. Und während Veränderungen in Vision und Strategie kaum Nachhaltigkeit zeigen, können eine Struktur- und Kulturveränderung bedeutend und andauernd zum Erfolg beitragen.