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31.08.2009

Vom Powerliquid bis zum Götterschuss – Packvision 2009 entwickelt Getränkedosen der Zukunft

packvision

DVI präsentiert Ergebnisse des kreativen Nachwuchswettbewerbs Berlin. Ball Packaging Europe und die Fachhochschule Trier haben gemeinsam mit dem Deutschen Verpackungsinstitut dvi im Rahmen der Packvision 2009 die nächste Generation von Getränkedosen entwickelt. In dem Zukunftswettbewerb der Verpackungsbranche arbeiten Unternehmen und Designstudierende an neuen Lösungen und Verpackungskonzepten für reelle Produkte. Bei dem zweiten von insgesamt drei Projekten entwarfen Designstudierende der Fachhochschule Trier 29 neue Ideen für nutzerfreundliche Getränkeverpackungen auf der Basis verschiedener technischer Grundkonzepte von Ball Packaging Europe, einem der größten Getränkedosenhersteller Europas. Bei der Gestaltung standen nicht allein die Verpackungen im Mittelpunkt, gefragt waren auch Produkt-Innovationen für den Inhalt.

Chocbar

Götterschuss

Ice Can

Leuchtsterne

Powerliquid

Sternverschluss

Truckershocker

Getränkedosen sind nicht nur zweckmäßige Gegenstände, sondern dank ständiger Weiterentwicklung Trendprodukte, die das Lebensgefühl der jungen Generation verkörpern. Aber wie sehen unsere Getränkedosen und -produkte im Jahr 2012, 2015 oder 2020 aus? Rainer Berkefeld, Entwicklungsingenieur bei Ball Packaging Europe, hat in seinem Briefing die Aufgabenstellung konkretisiert. Er informierte die Studierenden über Produkte und Marktgeschehen und eröffnete ihnen bei dem Projekt große konzeptionelle Spielräume. Den Entwicklungs- und Designprozess begleitete und unterstützte er mit Zwischenpräsentationen und Feedback. Unter der Anleitung von Professorin Anna Burgard folgten die Teilnehmer des Studiengangs Kommunikationsdesign der Fachhochschule Trier einem konzeptionellen Ansatz. Nach der Analyse aller Rahmen- und Nutzungsbedingungen entwarfen sie visionäre Verpackungs- und Produktideen, die bewusst über die bloße Funktionalität hinausgehen. Mit dem besonderen Lehrkonzept im Fach „Design Körper Raum“, das die ästhetische Arbeit eng mit planerischem Denken verknüpft, sind gestalterisch wie kommunikativ hochwertige Projekte entstanden.

Anna Schönwälder hat ein neues Konzept für eine Getränkedose kreiert, die vor allem abends Spass macht, wenn es dunkel ist. Ihre "Dose mit fluoreszierendem Sternverschluss" soll auf Parties und in Diskotheken für Stimmung sorgen. Der sternförmige Drehverschluss leuchtet nicht nur im Dunkeln sondern erleichtert auch das Öffnen der Dose. In den dunkelblauen Blechkörper sind zusätzlich Sternformen eingeprägt und sorgen für einen hohen Wiedererkennungswert des Produkts. Mit "Powerliquid" hat Stefan Motzigemba eine Dose in Pillenform für ein isotonisches Mischgetränk entwickelt. In den beiden Dosenbehältern, die durch einen Plastikring zusammengehalten werden, befinden sich getrennt voneinander das Brausepulver und die Flüssigkeit. Durch die nutzerfreundliche Verschlusstechnik lassen sie sich leicht öffnen und nach Belieben mischen. Drei Dosen mit den jeweiligen Geschmacks- und Wirkstoffen Limette/Calcium, Grapefruit/Zink, Banane/Magnesium sind durch eine Steckverbindung zusammengefasst und symbolisieren zusammen mit dem molekülförmigen Logo die gesundheitsfördernde Wirkung des Produkts.

Der "Truckerschocker" von Jens Hedinger, ein koffeinhaltiges Limettensaftgetränk, ist die ideale Erfrischung für unterwegs. Ein gebogener Trinkhalm lässt das Getränk mit einem Biss in den Mund schießen; so muss die Dose zum Trinken nicht gekippt werden. Am Ende des Trinkhalms befindet sich ein Rückschlagventil für den ausreichenden Getränkedruck. Simone Scholters hat die Idee für den perfekten Eisgenuss. Mit ihrer "Icecan" kommt das Eis aus der Dose. Softeis und Sorbet kann man damit fein dosiert direkt in den Mund sprühen. Gegenüber der tropfenden Eistüte von heute entsteht dabei ein vollkommen neues Eis-Erlebnis für große und kleine Eisliebhaber. Mit "Chocbar“ von Alexandra Hassing soll es in Konfiserien, Bars und Cafés ein Schokoladengetränk geben, das je nach Geschmack mit verschiedenen Likörsorten gemischt werden kann. Der Likör wird zur Basis geschüttet, beide Substanzen können dann durch die Verschlussmöglichkeit des Kunststoffringes gemixt werden. So wird kein Glas benötigt und das Getränk kann auch unterwegs genossen werden. Dabei spielt „Choc“ gleichzeitig auf den Alkoholgehalt und die Schokolade an. Mit dem "Götterschuss" hat Alexandra Hassing ein beliebtes Partygetränk für junge, trendbewusste Leute zum Produkt gemacht. „Götterschuss“ besteht aus Götterspeise und aromatisiertem „Absolut Vodka“. Aus der 0,25 l Dose mit einem Alkoholgehalt zwischen 8 und 16 % kann „Götterschuss“ direkt in den Mund geschossen werden. Durch die zusätzliche Dosenhalterung mit Karabinerhaken wird es zum begehrten Give Away in Diskotheken, Szene-Lokalen und für Events.

Von neuartigen Verpackungsformen und Anwendungen bis hin zu vollkommen neuen Produkten reicht die große Ideenvielfalt und visionäre Kraft der studentischen Entwürfe. In einer ersten Projektphase beschäftigten sich die Studierenden intensiv mit den neuen technischen Konzepten von Ball Packaging Europe und dem entsprechenden Marktumfeld. Konsumgewohnheiten und Zielgruppen wurden recherchiert und analysiert. Wie und was wird in Zukunft aus Getränkedosen konsumiert und mit welchen Modifikationen der vorliegenden Konzepte kann ein „Convenience Product“ entwickelt werden. Erst nach eingehenden konzeptionellen Überlegungen zu aktuellen und neuen Anwendungen wurden konkrete gestalterische Aspekte definiert.

Studentische Projektarbeiten mit Wirtschaftsunternehmen stellen den Bezug zur Wirklichkeit der Arbeitswelt her. Im Vordergrund steht dabei für die Studierenden die eigene Organisation, Planung und Führung eines Projektes sowie dessen Umsetzung im erforderlichen Zeitrahmen. Insbesondere aber erhalten sie die Möglichkeit, Schlüsselkompetenzen zu praktizieren, die für den Einstieg in den Berufsalltag unabdingbar sind. Kompetenzen, wie Teamfähigkeit, Kommunikation und Präsentation lassen sich nur begrenzt in Vorlesungen und Übungen vermitteln. Prof. Anita Burgard fasst die Erfahrungen und den Benefit des Projekts für die Studierenden zusammen: „Die Zusammenarbeit mit PackVision und Ball Packaging schaffte für die Studierenden optimale Bedingungen: Exakte Briefingvorgaben, Exkursion zu der Produktionsstätte, Präsentation und Feedback. Neben diesen praktischen Erfahrungen förderte das Projekt das Selbstbewusstsein der Studierenden, da es in einem überregionalen Rahmen und mit bedeutenden Kooperationspartnern stattfand. Insbesondere aber steigerte die unkomplizierte, kollegiale und lebendige Arbeitsatmosphäre mit den Beteiligten von PackVision und Ball Packaging die Freude an der kreativen Arbeit.“


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