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15.10.2009

Packvision 2009 entwickelt Verpackungsideen der Zukunft - DVI präsentiert Ergebnisse des kreativen Nachwuchswettbewerbs

packvision

Das Deutsche Verpackungsinstitut dvi hat in Kooperation mit Unilever und der Fachhochschule Münster die nächste Verpackungsgeneration im Rahmen der Packvision 2009 erforscht. Bei dem Zukunftswettbewerb der Branche arbeiten Unternehmen und Designstudenten an neuen Lösungen für reelle Produkte. Bei dem ersten von insgesamt drei Projekten entwarfen 19 Designstudierende der Fachhochschule Münster visionäre Konzepte für Margarine-Verpackungen auf der Grundlage von Produkten aus dem Hause des Industriepartners Unilever. Bei der Gestaltung standen neben einem neuartigen Design und Materialien die Themen Convenience, Handhabung und neue Platzierung des Produktes im Mittelpunkt.

Angulartube

Flower

Grease Pack

Laetta taste Development

Laetta Q

Snack Pack

Stick

Heute kennen wir die Margarine im 250-Gramm-Becher zu Hause oder aus der Portionsschachtel im Hotel und für unterwegs. Aber wie sehen die Verpackungen 2012, 2015 oder 2020 aus? Götz Eckhardt, Global Category Packaging Leader bei Unilever, hat in seinem Briefing die Aufgabenstellung konkretisiert. Er informierte die Studierenden über Produkte und Marktgeschehen und eröffnete ihnen bei dem Projekt große konzeptionelle Spielräume. Den Entwicklungs- und Designprozess begleitete und unterstützte Götz Eckhardt mit Zwischenpräsentationen und Feedback. Unter der Anleitung von Prof. Steffen Schulz folgten die Teilnehmer des Studiengangs Design der Fachhochschule Münster einem konzeptionellen Ansatz. Nach der Analyse aller Rahmen- und Nutzungsbedingungen entwarfen sie visionäre Verpackungs- und Produktideen, die bewusst über das Gewohnte hinausgehen. Mit dem besonderen Lehrkonzept am Fachbereich Design in Münster, das die Bereiche Produkt- und Kommunikationsdesign eng miteinander verknüpft, sind gestalterisch wie kommunikativ hochwertige Projekte entstanden.

Philipp Louven konzentrierte sich auf Alternativen für Nutzung und Convenience
Mit dem Konzept LÄTTA ‘Q’ (‘Q’ wie quick) kann das Produkt aus einer wieder verschließbaren Kapsel gedrückt werden. So ist die 10 g Portionspackung ideal für unterwegs und kann lässt sich ohne Essbesteck anwenden. Mit dem „Angular Tube“ hat der Student auch eine Packung für Zuhause entworfen, die den Verbrauch in drei einzelnen Fächern ermöglicht. Die Margarine bleibt in der Dose länger frisch und hat durch den abgeschrägten Boden ein außergewöhnliches Design mit hohem Wiedererkennungswert. Sabrina Overbeck hat sich ein neues Produkt ausgedacht, bei dem das „Essbesteck“ gleich mitgeliefert wird. Um die Margarine direkt auf die Speisen zu bringen oder auch um eine Backform zu fetten, zieht man bei dem „Snack Pack“ bzw. „Grease Pack“ einfach das Holz-Messer oder den Spat aus der 10-Gramm Packung. Robert Gajdzik wünscht sich seine Margarine gern mit einer dünnen Schicht aus dem „Klebestift“. Sein Konzept „Stick“ überzeugt nicht nur durch den originellen Kontextwechsel sondern auch durch den hohen Grad an Nutzerfreundlichkeit und Convenience. Gestalterisch anspruchsvoll und hoch dekorativ für den Frühstückstisch im Gastronomiegewerbe ist Robert Gajdziks Entwurf „Flower“. Die 8 blattförmigen Portionen zu je 10 Gramm sind zu einer Blume zusammengefasst. Mit der neuen Verpackung bekommt das Produkt eine natürlich frische Anmutung und ist auch in den Geschmacksrichtungen Kräuter und Knoblauch vorgesehen. Jan Kapischke entwarf in seinem Konzept „LÄTTA taste development“ eine funktionale Verpackung mit „eingebauter“ Servierfunktion. Der laminierte Karton lässt sich an den Ecken auseinander falten und erlaubt damit den Zugriff von allen Seiten.

Von neuen Verpackungsformen und Anwendungen, über außergewöhnliche Materialien, bis hin zu vollkommen neuen Produkten reicht die große Ideenvielfalt und visionäre Kraft der studentischen Entwürfe. Zum Abschluss des Semesters präsentierten die 19 Studierenden vor Vertretern von Unilever in der Firmenzentrale in Rotterdam ihre Projektentwürfe mit illustrierten Konzeptblättern und dreidimensionalen Anschauungsmodellen. In einer ersten Projektphase beschäftigten sie sich intensiv mit dem Produktportfolio von Unilever und den entsprechenden Mitbewerbern. Konsumgewohnheiten in unterschiedlichen Kulturen wurden recherchiert und analysiert. Wie werden die Verbraucher in der Zukunft Margarine konsumieren und mit welchen einfachen Modifikationen aus der heutigen Verpackung kann ein „Convenience Packaging“ entstehen. Erst nach eingehenden konzeptionellen Überlegungen zu aktuellen und neuen Anwendungen wurden mögliche Materialien und konkrete gestalterische Aspekte definiert.

Mit dieser praxisbezogenen Semesterarbeit gewinnen die Teilnehmer wichtige Einblicke in das Marktgeschehen. Bei der Zusammenarbeit mit einem Wirtschaftsunternehmen erfahren sie, unter welchen Bedingungen Entwürfe produziert werden können. Schließlich bieten sich frühe Chancen, gute Lösungen zu realisieren und Kontakte zu knüpfen. Professor Steffen Schulz fasst die Erfahrungen und den Benefit des Projekts für die Studierenden zusammen: „Das Projekt mit der Firma Unilever und der Schirmherrschaft der PackVision Initiative des DVI war sehr erfolgreich. Nicht nur weil Unilever letztendlich ein Projekt als so interessant einstufte und dieses ankaufte, sondern weil der Lerneffekt für die Studierenden durch den Praxisbezug sehr hoch war.“

Götz Eckhardt von Unilever ist beeindruckt von dem großen Einfallsreichtum und der professionellen Umsetzung der Verpackungsentwürfe: „Bei diesem Projekt haben wir uns bewusst für die Zusammenarbeit mit einer Hochschule entschieden. Wir wollten mit einem Partner zusammenarbeiten, der mit dem Produkt keine Erfahrung hat, nicht zuletzt um uns aus unserer alltäglichen Vorstellungswelt herauszulösen. Studierende folgen bei der Konzeption und Gestaltung einem unverstellten Blick jenseits von Produktionsvorgaben und Marketinganforderungen. Sie können ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Auch wenn wir keines der Konzepte eins zu eins umsetzen können, sind diese Ideen und Anregungen sehr wichtig, um eine neue Perspektive auf unsere Arbeit zu bekommen.“ Mit solchen zukunftsweisenden Design-Projekten können Unternehmen interessante und weiterführende Produktkonzepte entwickeln und junge Kreative für die Welt der Verpackung begeistern.


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