StartKontaktSitemapLoginImpressum
Druckversion
Sie befinden sich hier: Startseite DVI » Über uns » Philosophie 

Unsere Philosophie

Verpackungen im Spannungsfeld

Verpackungen befinden sich heute im Spannungsfeld qualitativer, ökonomischer, ökologischer und sozialer Forderungen. Demgegenüber war das traditionelle Profil der Verpackung allein vom Grundsatz maximaler Leistung im Verhältnis zu minimalen Kosten geprägt.

Die ganzheitliche Entwicklung einer Verpackung bedingt aber nicht nur die Einbeziehung rein ökonomischer Kriterien. Mitte der 80er Jahre ist die Umweltverträglichkeit als weiterer gleichberechtigter Faktor hinzugekommen. In Zukunft wird der sozialen Verträglichkeit stärkere Bedeutung beigemessen werden.

Dieses komplexe Anforderungsprofil an die Verpackung erfordert Kompetenz und integratives Denken - die Verpackung muß für alle Bereiche im Wirtschaftskreislauf optimiert werden. Dazu zählen Herstellung von Packstoffen und Packmitteln, Abfüll- und Abpackbereich, Lagerung und Transport, Handel, Verbraucher sowie die Entsorgung und Verwertung.

Viele der noch vorhandenen Optimierungspotentiale können aber nur im intensiven Dialog, auf der Grundlage wettbewerbs- und branchenübergreifender Information und Diskussion erschlossen werden. Im Sinne der optimalen Abstimmung zwischen der Erwartung an den Schutz von Produkten und der dafür notwendigen Verpackung gilt der Grundsatz:

"So viel Verpackung wie nötig, so wenig wie möglich."

Verpackung ist unverzichtbar

Seit Menschengedenken dient die Verpackung dem Schutz von Gütern jeder Art. So ist das Konservieren und Lagern von Nahrung untrennbar an die Verwendung geeigneter Behältnisse gebunden. Die schützende Hülle garantiert Hygiene, Qualität und Unversehrtheit ebenso wie die Möglichkeit, unterschiedliche Bedarfsmengen kundengerecht zu portionieren. Erst die richtige Verpackung erlaubt den Transport und den Handel mit Waren rund um die Welt. Nicht zuletzt bietet die Verpackung Informationen und Orientierungshilfen für den Verbraucher und wirbt für das in ihr enthaltene Produkt.

Trotz ihrer vielfältigen Funktionen wird die Verpackung in Deutschland häufig zum Sündenbock und Dauerbrenner in der öffentlichen Diskussion gemacht. Ein Urteil über die Verpackung fällt allzuleicht und wird scheinbar bei dem Blick auf den häuslichen Abfall täglich bestätigt: Verpackung belaste die Umwelt, heißt es da.

Das DVI wendet sich entschieden gegen eine solche einseitige Betrachtungsweise und Schuldzuweisung, ohne zu verkennen, daß der Schutz der Umwelt heute eine der vordringlichen Aufgaben der Weltgemeinschaft ist.

Verpackung und Ökologie

Die Zusammenhänge und Veränderungen im komplexen Ökosystem Erde sind vielfach noch nicht ausreichend ergründet - die Alarmzeichen aber sind unübersehbar. Nicht erst mit den Umweltkonferenzen in Rio de Janeiro und Berlin wurden Weichen für die notwendige Umgestaltung im Werte- und Gesellschaftssystem gestellt.

Diese Umgestaltung geschieht im Wissen darum, daß wirtschaftliches Wachstum die Voraussetzung für die bestmögliche Verwirklichung von Umweltschutz schafft: Umweltschutz, der in ausgewogener Verbindung mit anderen menschlichen Zielen steht, um umweltverträgliches Wachstum zu erreichen.

Zukünftig werden Unternehmen und Dienstleistungen Produkte jeder Art nicht nur nach ihrer Wirtschaftsbilanz, sondern auch nach ihrer Umweltbilanz beurteilt. Mangels Wissen können Ökourteile heute noch nicht abschließend gefällt werden. Eines aber zeichnet sich ab: Die Verpackung hat keinesfalls die umweltschädigende Bedeutung, die man ihr gern zuschreiben will. Ganz im Gegenteil spielt die Verpackung heute eine ökologische Vorreiterrolle im Waren- und Wirtschaftskreislauf - der Erfolg eines Produktes wird wesentlich von der ökologischen Leistung seiner Verpackung mitbestimmt.

Die Politik hat mit der Verpackungsverordnung ein Zeichen gesetzt. Die Folge war ein gewaltiger Innovationsschub im Verpackungswesen. Nirgendwo sonst im Wirtschaftsgeschehen wurde der Grundsatz der drei V - Vermeiden, Vermindern, Verwerten - bislang so konsequent umgesetzt wie in der abpackenden und verpackungsherstellenden Industrie.

Verpackung ist nie Selbstzweck

Dabei ist die Verpackung nie Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Es ist an der Zeit, sich von der einseitigen Sicht der Verpackung als Abfallverursacher zu lösen und die Komplexität von Ökonomie und Ökologie anzuerkennen. Erst eine ganzheitliche Sichtweise von Verpackung schafft die Voraussetzung für weitere und nachhaltige Innovationen im Verpackungswesen.

Dieser Aufgabe haben sich die Mitglieder des Deutschen Verpackungsinstituts verschrieben. Unternehmen, wissenschaftliche Institutionen und Persönlichkeiten aus allen Stufen des Wirtschaftskreislaufs haben sich zusammengeschlossen, um auf übergeordneter Ebene Rahmenbedingungen für die langfristige Entwicklung im Verpackungsbereich zu diskutieren und mitzugestalten.

Das Deutsche Verpackungsinstitut sieht in der Verpackung einen unverzichtbaren Bestandteil für unsere moderne Gesellschaft. Ohne sie wäre nicht nur der reibungslose Welthandel gefährdet, sondern auch die Warenverteilung innerhalb der Länder.