StartKontaktSitemapLoginImpressum
Druckversion
Sie befinden sich hier: Startseite DVI » Service » Archiv » Informationen der Arbeitstelle Leipzig » Ausgabe 2/2003 

Informationen der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V.

AUSGABE 2/2003

Die Informationen der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. dienen der Information der Mitglieder und Freunde, die mit der Leipziger Arbeitsstelle in Kontakt sind, über wichtige Vorhaben und Arbeitsergebnisse. In den veröffentlichten Mitteilungen werden ferner Nachrichten berücksichtigt, die für die Mitglieder und Freunde des Instituts von Interesse sind.

Im Jahr 2003 erscheinen die Informationen im 9. Jahrgang. Sie können beim Referat Innovation/Umwelt der IHK zu Leipzig, Telefon 0341 1267-1322, angefordert werden bzw. über Faxabruf Nr. 0341 217383-328 abgerufen werden.

Die gemeinsame Geschäftsstelle des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. (DVI) und des Bundes Deutscher Verpackungsingenieure (BDVI) stellt die Informationen den Interessenten weltweit über das Internet zur Verfügung. Adresse: info@verpackung.org, Homepage: www.verpackung.org


Neue Impulse für die nationale und die internationale Zusammenarbeit

Die Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. hat im Jahre 2002 wichtige Impulse für die nationale und internationale Zusammenarbeit ausgelöst. Der Arbeitsstelle, die im vergangenen Jahr auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken konnte, gelang es dabei, den Kreis ihrer Partner bedeutend zu vergrößern. So wurden im Jahre 2002 Partnerinstitute und -verbände sowie Experten aus mehr als 30 Ländern in den Publikationsaustausch einbezogen. Gleichzeitig wurden alle Möglichkeiten genutzt, die bei Konferenzen, Ausstellungen und Seminaren zur Vorstellung der eigenen Leistungen bestanden. Die Weiterbildungsveranstaltungen für Hochschullehrer, Experten und führende Persönlichkeiten der Wirtschaft aus den Reformländern wurden mit zehn Kursen an der Führungskräfteakademie der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig fortgesetzt.

Die Ergebnisse spiegeln sich in fünf Sammelbänden sowie in mehr als 100 Veröffentlichungen in Form von Aufsätzen, Berichten, Rezensionen und Informationen wider. Unter den Publikationen befinden sich zwei Seminar-Sammelbände sowie eine neue Ausgabe der Reihe "Manuskripte zu Verpackungsfragen" mit warenkundlichen Beiträgen.


Fortschritte beim Recycling von Verpackungen aus Kunststoff

Die Übersicht über wichtige Fortschritte auf dem Gebiet des Verpackungsrecyclings und die Vermittlung von Anregungen für die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft waren die Hauptziele des jüngsten Leipziger Verpackungsseminars, das anlässlich der TerraTec, der größten ostdeutschen Fachmesse für Umwelttechnik und Umweltdienstleistungen, im Congress-Center Leipzig bei einer starken Beteiligung von Spezialisten aus dem Verpackungswesen und der Entsorgungswirtschaft am 12. März 2003 durchgeführt wurde. Das Seminar, zu dem Teilnehmer aus 5 Ländern begrüßt werden konnten, war von der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V., der Duales System Deutschland AG und der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig in Verbindung mit dem Europäischen Verpackungsinstitut e. V. vorbereitet worden

Im Verlaufe des Seminars wurden 7 Vorträge gehalten. Diese bezogen sich auf aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Verpackungen aus Kunststoff, auf die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Verpackungsrecyclings, auf Fortschritte beim Sortieren und Verwerten gebrauchter Verpackungen, speziell bei Verpackungen aus Kunststoff, sowie auf neueste Erfahrungen der Abfallwirtschaft.

Die Vorträge lieferten zahlreiche Anregungen, wie der Stoffkreislauf erweitert und effektiver gestaltet werden kann. Die Anregungen sind nicht nur für die deutschen Seminarteilnehmer, sondern auch für die Teilnehmer aus den Ländern von Bedeutung, die sich auf den Beitritt in die Europäische Union vorbereiten, da mit der Revision der Europäischen Verpackungsdirektive höhere Ziele für die Verwertung der gebrauchten Verpackungen gestellt werden. Mit der Sammlung, Sortierung und Verwertung der Abfälle aus der Industrie und dem Gewerbe lassen sich nicht minder große Fortschritte bei der Schließung der Stoffkreisläufe erzielen, wie dies bisher bei gebrauchten Verpackungen aus den Haushalten gelungen ist.

Die wichtigsten Ergebnisse des Seminars werden in einem Sammelband veröffentlicht werden.


Seminar für europäische Verpackungspublizisten in Leipzig

14 Verpackungspublizisten aus zwölf europäischen Ländern, unter ihnen auch verantwortliche Vertreter von Verpackungsverbänden und Instituten, waren die Teilnehmer eines Seminars zum Thema "Neue Entwicklungen im Bereich der Verpackung und der Verpackungsverwertung" an der Führungskräfteakademie der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig. Das Seminar fand am 19. und 20. Februar 2003 statt und war von der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig in Zusammenarbeit mit der Duales System Deutschland AG, der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V., dem Europäischen Verpackungsinstitut e. V. und der IPPO, der Internationalen Verpackungspresse-Organisation, vorbereitet worden.

Gegenstand des Seminars waren die Themen "Neue Anforderungen an die Verpackung - betrachtet aus der Sicht der Globalisierung sowie der Ökonomie und der Ökologie", "Das Europäische Verpackungsinstitut im Dienste eines fortschrittlichen Verpackungswesens" sowie "Der Grüne Punkt - Aktuelle Entwicklungen in Deutschland und Europa". Auf der Tagesordnung standen ferner die Erfahrungen, die die Kathi Rainer Thiele GmbH in Halle bei der Verpackungsrationalisierung und bei der Anpassung der Verpackungen an die Anforderungen der Verbraucher erzielt hat, und die Vorstellung der Ausbildung von Verpackungsingenieuren im Fachbereich Polygrafische Technik der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig.

Im Verlaufe des Seminars hatten die Verpackungspublizisten die Gelegenheit, die gegenwärtig modernste Sortieranlage der Welt für Leichtverpackungen kennen zu lernen, die in der SERO Leipzig GmbH seit mehreren Monaten in Betrieb ist. Die Anlage ist von dem Leipziger Unternehmen, einem Ingenieurbüro und einem Maschinenbaubetrieb entwickelt worden und für das Sortieren von 40 000 Tonnen Leichtverpackungen im Jahr bestimmt. Ergebnis des Sortierens sind Fraktionen mit mindestens 95-prozentiger Reinheit bei Kunststoffen und Verbunden sowie einer höheren Reinheit bei Weißblech, das ohne Störstoffe in die Schmelze gegeben werden kann. Durch die angewandte Nahinfrarot-Strahlung werden Polyethylen, Polypropylen, Polystyren und Polyethylenterephthalat erkannt und voneinander getrennt. Durch die neue Anlage konnte die Anzahl der Sortierkräfte von 44 auf acht je Schicht verringert werden.

Der Gedankenaustausch wurde bei der Besichtigung sächsischer Kulturstätten in Dresden und Meißen fortgesetzt. Hierbei äußerten die Verpackungspublizisten den Wunsch nach Weiterführung der Weiterbildungsveranstaltungen zu Themen der Verpackungsforschung und der Verpackungsverwertung.


Thesen zu aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiete der Verpackung

Auf der Grundlage einer Auswertung der neuesten Entwicklungen auf dem Gebiete der Verpackung, ganz speziell einer Auswertung von Verpackungsmessen und Verpackungswettbewerben, sind an der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. Thesen ausgearbeitet worden, die zu einer kritischen Bewertung der Neuentwicklungen und zu einer effektiven Verpackungsentwicklung beitragen sollen.

Ein Schwerpunkt der Thesen sind die Kriterien für die Bewertung von Neuheiten. Diese sollten bereits vor dem Beginn einer Entwicklungsaufgabe beachtet werden. Hier ist speziell zu prüfen, ob die zu entwickelnden Erzeugnisse den wissenschaftlichen Neuheitskriterien entsprechen, ob für diese Erzeugnisse ein Bedarf besteht und welche technisch realisierbaren Erzeugnisse auch ökonomisch und ökologisch vertretbar sind. Als wichtigste Quelle für Ideen zur Verpackungsentwicklung sind die Beziehungen zwischen der Verpackung und dem zu verpackenden Gut sowie die Erfahrungen bei der

Erschließung neuer Verpackungsfunktionen zu nutzen. Vor dem Einsatz neuer Verpackungen sind der kurzfristig und der mittelfristig erzielbare Nutzen und die Bedingungen für den weiteren erfolgreichen Einsatz zu klären.

Die Thesen sind in dem Sammelband veröffentlicht worden, der zum 20. Leipziger Verpackungsseminar herausgegeben worden ist. Dieser kann bei der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, Referat Innovation/Umwelt, 04091 Leipzig, Telefon 0341 1267-1322, gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro angefordert werden.


Verpackungswissen im Internet

Das Internet wird in jüngster Zeit in zunehmendem Maße als Informationsquelle zur Beantwortung von Fragen auf dem Gebiete der Verpackung genutzt. Dies geht aus Feststellungen der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. hervor.

Eine besondere Aufmerksamkeit finden dabei die Sammelbände mit den Ergebnissen der Leipziger Verpackungsseminare. Die Bibliothek der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig stellt diese Sammelbände, die wichtige Erkenntnisse aus der Forschung sowie nützliche Erfahrungen aus der Praxis in Verbindung mit Dokumentationen zum Seminarthema in konzentrierter Form enthalten, den Interessenten über die Homepage der Leipziger Kammer kostenfrei zur Verfügung. Zurzeit sind dabei die Materialien des Leipziger Verpackungskollegs, die Sammelbände von 17 Seminaren und zwei in Verbindung mit den Seminaren herausgegebene Manuskripte zu Verpackungsfragen über das Internet abrufbar.

Der Abruf kann erfolgen über www.leipzig.ihk.de, Stichwort: Verpackung.


Mogelpackungen im Blickfeld der Kritik

In jüngster Zeit ist die Stiftung Warentest in Berlin wiederholt von der Bevölkerung auf Packungen hingewiesen worden, die eine zu große Füllmenge vortäuschen und damit typische Mogelpackungen sind. So berichtet die Zeitschrift "test" in ihrer jüngsten Ausgabe von einer Packung mit kleinen Gebäckrollen, in der ein Kunststoffeinsatz die Voraussetzung für reichlich Luft in der Packung ist. Bei einer Packung mit Marzipanhappen, auf die gleichzeitig aufmerksam gemacht wird, hilft der verdeckte Rand der Einlage zum Vortäuschen einer größeren Füllmenge.

Erst vor kurzem hatte die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift bei einer Marzipan-Decke, wie sie für das Garnieren von Torten angeboten wird, die Verringerung der Füllmenge von 400 g auf 300 g und die Verringerung der Füllmenge bei Tafelschokolade von 100 g auf 50 g bei gleicher Aufmachung und gleichem Preis kritisiert.

Näheres in "test", Heft 1/2003, S. 6


Kritik des Ofi-Instituts an Schutzgasverpackungen

Fast 50 % der Schutzgasverpackungen, die für Lebensmittel eingesetzt werden, sind nach Befunden des in Wien ansässigen Ofi-Verpackungsinstituts ungeeignet und damit nutzlos. Dies geht aus einem Bericht hervor, auf den die Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. aufmerksam macht.

Der Aussage liegen Untersuchungen von 386 verpackten Lebensmittelproben mit Schutzgasatmosphäre, die im deutschen Handel gezogen worden sind, zu Grunde. Die Befunde sind vor allem deshalb von Bedeutung, weil in den nächsten 5 Jahren mit einem jährlichen Wachstum des Einsatzes dieser Verpackungen um 11 % zu rechnen ist. Das Ofi-Verpackungsinstitut gibt als Ursachen für diese erschreckenden Feststellungen die unzureichende Dichtigkeit der Packstoffe bzw. der Packmittel sowie Wechselwirkungen zwischen den Lebensmitteln und der Atmosphäre in der Verpackung an. So gibt es Lebensmittel, die Sauerstoff in die Packungsatmosphäre absondern. In Lebensmitteln, die fetthaltig sind, kann sich - ebenso wie in Lebensmitteln mit hohem Wassergehalt - bei niedrigen Temperaturen Kohlendioxid lösen. Gründe für Undichtigkeiten der Packmittel sind u. a. fehlerhafte Siegelnähte, die auf ungeeignete Werkzeuge oder fehlerhafte Temperaturanzeigen zurückzuführen sind, und von den Verpackungsmaschinen verursachte Mikrolecks, in Einzelfällen auch die Beschädigung der Packmittel durch das verpackte Gut.

Die Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die meisten Mängel und Schäden nicht neu und damit vorhersehbar sind. Verpackungsberater mit warenkundlicher Qualifikation kennen diese Ursachen und die Möglichkeiten zur Schadensverhütung.

Nach: dmz Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft,124. Jahrgang, Heft 4/2003, S. 28 bis 31


20. Verpackungsseminar: Neue Verpackungen - Chancen, Möglichkeiten, Probleme.

Herausgeber: Deutsches Verpackungsinstitut e. V. und Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, 2. Auflage.

Leipzig: IHK, Referat Wirtschaftsförderung, 30 cm, Leipzig 2003, 71 Seiten, 18 Übersichten und 30 Abbildungen.

Preis gebunden 5,00 Euro (Schutzgebühr)

Der Band enthält im ersten Teil die Kurzfassungen von vier Vorträgen, Thesen zu aktuellen Fragen der Verpackungsentwicklung und eine Übersicht über Verlauf und Ergebnisse des Seminars sowie im zweiten Teil eine zum Seminar erarbeitete Dokumentation.

Schwerpunkte des Vertragsprogramms waren Trends der Verpackungsentwicklung und die Anforderungen an Verpackungen sowie Beispiele für bemerkenswerte Entwicklungen. Als Themen standen zur Diskussion: Zur Entwicklung auf dem Gebiet der Verpackung: Traditionelle und neue Anforderungen, Trends im Verpackungsdruck, Neue Entwicklungen im Bereich der Lebensmittelverpackung und Entwicklungen bei Faltschachtelkarton.

Die Dokumentation im zweiten Teil des Sammelbandes enthält die neuesten Daten zur Verpackungsproduktion in der Welt und in Deutschland sowie zur Verpackungsverwertung und die Ergebnisse einiger Prognosen zu den voraussichtlichen Entwicklungen. Außerdem enthält die Dokumentation Übersichten über die neuesten Normen zur Verpackung und zum Versand von Gütern sowie zur Ermittlung der Transportbeanspruchungen und zum Qualitätsmanagement, ferner Übersichten über neue Rechtsvorschriften für die Hersteller und Anwender von Verpackungen und die neuesten Informationen aus der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstitutes e. V.

Neu gegenüber der ersten Auflage sind der Vortrag über Entwicklungen bei Faltschachtelkarton und die Übersicht über Verlauf und Ergebnisse des Seminars. Die Thesen zu aktuellen Fragen der Verpackungsentwicklung wurden im Ergebnis des Seminars ergänzt.

Näheres über die Bedingungen für den Bezug des Bandes ist aus dem Beitrag "Thesen zu aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiete der Verpackung" zu entnehmen.


Neue Fortschritte im europäischen Verpackungswesen

Über neue Fortschritte im europäischen Verpackungswesen informiert die Ausgabe 1/2003 der "Reports, News, Notifications", des Mitteilungsblattes des Europäischen Verpackungsinstituts e. V. Die Ausgabe informiert u. a. über ein Seminar mit europäischen Verpackungspublizisten aus zwölf Ländern, über die Tätigkeit des Prager Verpackungsverbandes SYBA und über neue Thesen zu aktuellen Fragen der Verpackungsentwicklung, ferner über die Produktpiraterie als europäisches Problem und über den Schutz von Ursprungsbezeichnungen und traditionellen Spezialitäten in der Europäischen Union. Die Beiträge enden mit der Vorstellung von Veröffentlichungen mit internationaler Bedeutung wie z. B. der Richtlinien für sichere und umweltverträgliche Exportverpackungen des Internationalen Handelszentrums in Genf.

Im Jahre 2002 sind dem Europäischen Verpackungsinstitut e. V. vier neue Institute bzw. Vereinigungen beigetreten

Das Mitteilungsblatt steht den Interessenten über die Homepage des Europäischen Verpackungsinstituts e. V. (www.eu-packaging.org) zur Verfügung.