Informationen der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V.
AUSGABE 3/2002
Die Informationen der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. dienen der Information der Mitglieder und Freunde, die mit der Leipziger Arbeitsstelle in Kontakt sind, über wichtige Vorhaben und Arbeitsergebnisse. In den veröffentlichten Mitteilungen werden ferner Nachrichten berücksichtigt, die für die Mitglieder und Freunde des Instituts von Interesse sind.
Im Jahr 2002 erscheinen die Informationen im 8. Jahrgang. Sie können beim Referat Wirtschaftsförderung der IHK zu Leipzig, Telefon 0341 1267-1322, angefordert werden bzw. über Faxabruf Nr. 0341 217383-328 abgerufen werden.
Die gemeinsame Geschäftsstelle des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. (DVI) und des Bundes Deutscher Verpackungsingenieure (BDVI) stellt die Informationen den Interessenten weltweit über das Internet zur Verfügung.
Adresse: info@verpackung.org
Homepage: www.verpackung.org
10 Jahre Beratungen zu Verpackungsfragen
In den letzten fünf Jahren hat sich die Anzahl der Anfragen, die an die Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. gerichtet worden sind, mehr als verdoppelt. Diese Zunahme ist dabei vor allem auf steigende Anfragen zu warenkundlichen Themen zurückzuführen. An der Leipziger Arbeitsstelle werden Konsultationen und Beratungen seit nunmehr zehn Jahren durchgeführt.
Mit der Aufnahme der Weiterbildungstätigkeit wurde die Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. im Jahre 1992 bereits mit zahlreichen unterschiedlichen Fragen zu den Anforderungen an die Verpackung sowie zum Verpackungseinsatz und zu den Anforderungen der Güter an die Verpackung konfrontiert. Anfänglich dominierten dabei Fragen, die mit dem für die ostdeutschen Firmen erweiterten Verpackungsangebot sowie mit den für die ostdeutsche Wirtschaft neuen Rechtsvorschriften und Normen in Verbindung standen.
Die Erfahrungen, die bei den Beratungen gewonnen worden sind, wurden systematisch ausgewertet. Ergebnisse dieser Auswertungen waren Mitteilungen in der Fachpresse und die Erarbeitung eines Lehrprogramms für ein postgraduales Studium für Verpackungsberater.
Auch heute resultiert ein wesentlicher Teil der Publikationen der Arbeitsstelle aus Beratungen. Für Veröffentlichungen werden jedoch nur solche Beratungsergebnisse aufbereitet, die von generellem Interesse sind, und zwar speziell aus der Sicht der verantwortlichen Redakteure. Das bedeutet: Es gibt auch manches interessante Ergebnis, das der Öffentlichkeit verborgen bleibt. Als Beispiele seien nur Anfragen zum Verpackungswesen im Ausland oder Untersuchungsergebnisse zu Spezialproblemen genannt.
Mit der Einführung internationaler Weiterbildungsveranstaltungen hat sich der Schwerpunkt der Beratungen auf Probleme verlagert, die mit der Globalisierung und mit Verpackungsstrategien verbunden sind. Gegenüber diesen Fragen traten regionale Probleme zunehmend in den Hintergrund. Die Fragen, die der Arbeitsstelle in der letzten Zeit gestellt wurden, kamen aus sehr unterschiedlichen Kreisen - von Studenten bis zu ausländischen Organisationen und Instituten.
Von den Themen, die bei den Beratungen eine Rolle spielten, seien genannt: Verschiedene Kritiken an Verpackungen, wie z. B. an Füllmengen und an Darstellungen zur Qualität, warenkundliche Fragen im Zusammenhang mit der Etikettierung und dem Markenschutz und die Anforderungen an Kontrollen und die Kontrolleure. Gefragt waren auch Orientierungen zur Entwicklung im Verpackungswesen, zur Bewertung von Verpackungen und zur Verpackungssituation in verschiedenen Ländern.
Verstärkung der europäischen Zusammenarbeit in Verpackungsfragen
Für einen systematischen Ausbau der internationalen Zusammenarbeit sprachen sich die Teilnehmer einer Mitgliederversammlung des Europäischen Verpackungsinstituts e. V. aus, die am 29. April 2002 anlässlich der interpack 2002 in Düsseldorf stattfand. Die von der Mitgliederversammlung verabschiedeten Empfehlungen beziehen sich sowohl auf die Forschung als auch auf die Weiterbildung und den systematischen Informationsaustausch. So wurden erste gemeinsame Projekte beschlossen, mit denen die europäische Zusammenarbeit gefördert werden soll. Zu den Projekten gehören u. a. die Herausgabe eines Sammelwerkes über die Tätigkeit des Europäischen Verpackungsinstituts e. V. sowie der dem Institut angehörenden nationalen Institute und Verbände. Beschlossen wurde außerdem die Herausgabe eines Bandes über die in den europäischen Ländern gültigen Rechtsvorschriften zur Verpackung und zur Verpackungsverwertung.
Der Vorstand des Europäischen Verpackungsinstituts konnte in der Mitgliederversammlung auf Fortschritte in der Zusammenarbeit der Institute und Verbände verweisen. Im Verlauf des Jahres 2001 und in den ersten drei Monaten des Jahres 2002 sind Institute und Verbände aus zwölf Ländern dem Europäischen Verpackungsinstitut e. V. beigetreten. Führende Experten aus mehreren Ländern haben bereits ihr Interesse an einer Mitarbeit im Europäischen Verpackungsinstitut angekündigt.
Von den in den letzten zwei Jahren erzielten Fortschritten wurden der Informationsaustausch, die Herausgabe erster Veröffentlichungen zur Tätigkeit des Instituts und die Vorbereitung gemeinsamer Projekte genannt. Unter dem Titel "Reports, News, Notifications" wurden bisher drei Ausgaben der Mitteilungen des Europäischen Verpackungsinstituts e. V. mit 25 Beiträgen herausgegeben. Außerdem wurde eine Homepage des Instituts eingerichtet.
Prof. Dr. Dr. Günter Grundke (Leipzig), der den Bericht des Vorstandes vortrug, berichtete, dass die Gründung des Instituts in 25 internationalen Kursen, die vom Deutschen Verpackungsinstitut e. V. und der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig in Verbindung mit der Duales System Deutschland AG und anderen Partnern durchgeführt worden sind, von führenden Wissenschaftlern und Managern begrüßt worden ist. Das Europäische Verpackungsinstitut e. V. wird sich in Zukunft bei der Weiterentwicklung der internationalen Kurse engagieren und in Leipzig ein Büro einrichten.
Entwicklungen im Kunststoffrecycling als Seminarthema auf der TerraTec
Anlässlich der nächsten internationalen Fachmesse für Umwelttechnik und Umweltdienstleistungen, der TerraTec 2003, führen die Duales System Deutschland AG und das Europäische Verpackungsinstitut in Verbindung mit dem Bildungszentrum der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig ein Seminar zu aktuellen Fragen des Verpackungsrecyclings mit internationaler Beteiligung durch. Die Messe findet in der Zeit vom 11. bis 14. März 2003 auf dem Gelände der Neuen Messe Leipzig statt.
Das Seminar trägt der Rolle des Recyclings in der Kreislaufwirtschaft Rechnung und soll dazu beitragen, dass die in jüngster Zeit erzielten Fortschritte und die besten Erfahrungen bekannt werden. Schwerpunkt ist hierbei das Recycling von Verpackungsmaterialien aus Kunststoff.
Das Seminar ist für den zweiten Messetag, den 12. März 2003, vorgesehen. Im Verlauf des Seminars wird eine breite Palette von Fragen beantwortet werden, die in der letzten Zeit gestellt worden sind. So stehen u. a. die Erfahrungen aus der automatischen Sortierung von Leichtverpackungen ebenso zur Diskussion wie Probleme der Industrieabfallkoordinierung und der Nutzung der Sekundärrohstoffe mit wirtschaftlichem Erfolg. Eine besondere Berücksichtigung werden auch die jüngsten Erkenntnisse aus der stofflichen Verwertung von Polyethylenterephthalat und die neuesten europäischen Entwicklungen finden.
Im Ergebnis des Seminars sollen Empfehlungen für das Verpackungsrecycling erarbeitet und ein Sammelband mit den Vorträgen und einer Dokumentation zum Verpackungsrecycling herausgegeben werden.
Deutsch-arabischer Workshop zum Verpackungsrecycling
Anlässlich eines deutsch-arabischen "Business Day", der im Mai 2002 auf Gut Haferkorn in Bockelwitz bei Leisnig in Sachsen veranstaltet worden ist, wurde ein Erfahrungsaustausch über Möglichkeiten für die Entwicklung des Verpackungsrecyclings durchgeführt. Der Austausch, an dem Unternehmer aus Syrien und Jordanien teilnahmen, erfolgte im Rahmen eines Workshops über aktuelle Recyclingprobleme, der von der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. vorbereitet worden war. Bei dieser Gelegenheit wurden die Unternehmer aus den arabischen Ländern spezieller über die Tätigkeit der Duales System Deutschland AG als einer Selbsthilfeorganisation der deutschen Wirtschaft informiert. Eine besondere Beachtung fanden hierbei die von der Duales System Deutschland AG veranlassten Entwicklungen in der Sortiertechnologie und in der Verwertung von Verpackungen aus Kunststoff.
Die Unternehmer aus Syrien und Jordanien kamen zu dem Ergebnis, dass mit der Übernahme der deutschen Erfahrungen die Abfallprobleme in den Oasenstädten gelöst werden können und dass es zugleich möglich ist, den Importbedarf an Roh- und Werkstoffen bedeutend zu verringern.
Neuer Kurs für tschechische Verpackungsspezialisten
Fortschritte, die bei der Entwicklung von Verpackungen und bei der Verwertung gebrauchter Verpackungen in jüngster Zeit gewonnen worden sind, waren der Schwerpunkt des 7. Weiterbildungskurses für tschechische Manager und Spezialisten aus dem Verpackungswesen, der in der Zeit vom 2. bis 8. Juni 2002 an der Führungskräfteakademie der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig durchgeführt wurde. Mit dem Kurs, für den das Deutsche Verpackungsinstitut e. V., die Duales System Deutschland AG, die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig und der Verpackungsverband SYBA verantwortlich zeichneten, war ein umfassender Austausch über neue Erfahrungen aus Forschung und Praxis verbunden.
Zu den Themen, die zur Diskussion standen, gehörten "Neue Anforderungen an Verpackungen", "Verpackung und Umwelt" sowie Fortschritte in der Verpackungsentwicklung, in der Verpackungsproduktion und im Verpackungsdruck. Ausführlich berücksichtigt wurde im Kursprogramm "Der Beitrag der Duales System Deutschland AG zur Entwicklung der Kreislaufwirtschaft - Erfahrungen für Europa". Bei der Diskussion zu diesem Thema wurde darauf hingewiesen, dass der Grüne Punkt, der in Deutschland von der Duales System Deutschland AG eingeführt worden ist, inzwischen bereits von Unternehmen in 15 Ländern übernommen worden ist. In drei weiteren Ländern steht die Einführung des Grünen Punktes bevor.
Während des Kurses hatten die Gäste aus der Tschechischen Republik die Möglichkeit, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig, die Firmen Heinrich Ludwig Verpackungsmittel GmbH Siebenlehn und Leipzig Verpackung GmbH Engelsdorf sowie das Brauhaus zu Reudnitz kennen zu lernen.
Anforderungen des Handels an Verpackungen
Probleme, die mit den Anforderungen der Handelsunternehmen an Verkaufs- und Transportverpackungen zusammenhängen, waren in jüngster Zeit wiederholt Gegenstand von Anfragen an die Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. Die Anfragen bezogen sich vorwiegend auf Qualitätskriterien, die aus der Sicht des Handels von Bedeutung sind, so unter anderem auf die Anforderungen an das Verpackungsmaterial und auf die Anforderungen an die Verpackungsgestaltung.
Die Leipziger Arbeitsstelle nimmt diese Anfragen zum Anlass, um auf die von der Abteilung Qualitätssicherung-Umweltschutz der Karstadt Warenhaus AG herausgegebenen Schriften mit allgemeinen und speziellen Hinweisen zu Verkaufs-, Transport und Umverpackungen aufmerksam zu machen. Die Schriften vermitteln nicht nur Kenntnisse über die Anforderungen des Handels an Verpackungen. Sie enthalten auch zahlreiche Anregungen für einen effektiven Verpackungseinsatz und dabei speziell für die Materialeinsparung und für eine zweckmäßige Abstimmung der Verpackung mit dem Gut.
Die erste Publikation auf diesem Gebiet wurde bereits anlässlich des In-Kraft-Tretens der deutschen Verpackungsverordnung herausgegeben. Sie hat den Titel "Definitionen/Abgrenzungen der Verpackungsarten" und gibt Hinweise für die Anwendung der Begriffe Verkaufsverpackung, Umverpackung und Transportverpackung im Sinne dieser Verordnung. Anlass für die Schrift, die bereits 1991 erschienen ist, waren die mit der Verabschiedung der Verordnung entstandenen Abgrenzungsprobleme. Weitere Schriften der Karstadt Warenhaus AG haben die Titel "Einsatz von Mehrweg-Systemen", "Beispiele von reduzierten bzw. umgestellten Verpackungen" und "Anforderungen an Verpackungen". Die umfangreichen Erfahrungen der Karstadt Warenhäuser mit Mehrwegverpackungen werden in der Schrift "Einsatz von Mehrweg-Systemen" ausgewertet. In der Schrift "Beispiele von reduzierten bzw. umgestellten Verpackungen" finden sich zahlreiche Anregungen für Materialeinsparungen wie z. B. durch Einsatz von Nachfüllpackungen, Verzicht auf Umverpackungen oder durch Übergang zu materialsparenden Verpackungen. Als Beispiele werden u. a. der Ersatz von Dosen aus Blech durch Schachteln aus Karton, der Ersatz einer Kunststoffbox durch eine Folienmanschette oder die Verkleinerung der Blisterverpackungen dargestellt.
Die jüngste im Jahre 2001 herausgegebene Schrift mit dem Titel "Anforderungen an Verpackungen" ist ein Leitfaden für einen rationellen Verpackungseinsatz, der aus den inzwischen im Handel gewonnenen Erfahrungen resultiert.
Mängel an Lebensmittelverpackungen bei Kontrollen im Handel
Das Verpacken von Lebensmitteln unter Nutzung einer Schutzgasatmosphäre führt nur zum Erfolg, wenn die Verpackung eine ausreichende Schutzfunktion hat, mögliche Wechselwirkungen zwischen dem verpackten Gut und der Atmosphäre in der Verpackung berücksichtigt werden und das Verpacken dem Stand von Wissenschaft und Technik entspricht. Auf diese Tatsache hat die Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts auf Grund von Anfragen hingewiesen.
Die Arbeitsstelle bezieht sich dabei auf Untersuchungen des ofi-Verpackungsinstituts in Wien. Grundlage der Wiener Untersuchungen war die Überprüfung von 180 Lebensmittelpackungen, an denen eine Schutzgasatmosphäre eingesetzt worden war und die im Handel als Proben gezogen wurden. Bei diesen Untersuchungen zeigte es sich, dass die Gefahren für die Lebensmittel in der Schutzgasatmosphäre unterschätzt werden. MAP (Modified Atmosphere Packaging) ist also nicht unproblematisch.
Als Mängel, die auch in zahlreichen Fällen zum Verderb der Lebensmittel führten, wurden festgestellt: Die zu hohe Permeabilität der Packstoffe, undichte oder beschädigte Siegelnähte, dünne Stellen an tiefgezogenen Verpackungen, beim Verpacken verursachte Mikrolecks sowie Beschädigungen auf dem Wege vom Hersteller zum Handel. In einem Fall war der Biss von Nagetieren die Ursache der beschädigten Verpackung. Die Mängel an den Siegelnähten wurden auf ungeeignete Siegelwerkzeuge, fehlerhafte Temperaturanzeige und zu kurze Siegelzeiten zurückgeführt.
Für den Erfolg der Schutzgasatmosphäre ist es wichtig, dass die Möglichkeiten des Entweichens von Sauerstoff aus dem Gut oder das mögliche Lösen des als Schutzgas genutzten Kohlendioxids in Fetten und Lebensmitteln mit hohem Wassergehalt einkalkuliert werden. Um Wechselwirkungen mit dem Gut auszuschließen, kann man inerte Gase wie Stickstoff und Argon als Schutzgase nutzen. Bei Anwendung von Kohlendioxid muss ein Mindestgehalt von 15 Prozent gesichert sein. Der Restsauerstoffgehalt sollte unter 2 Prozent liegen.
Die Auswertung der Reklamationen zeigt, dass die Anzahl der möglichen Verpackungsfehler bei den Schutzgaspackungen - ähnlich wie bei den aktiven Verpackungen - verhältnismäßig groß ist. Reklamationen und Rückrufaktionen ist daher nur durch umfassende Untersuchungen über die Beziehungen zwischen der Verpackung und dem verpackten Gut und durch Verpackungen ohne Qualitätsmängel vorzubeugen.
Näheres in LEBENSMITTELTECHNIK, Heft 4/2002, S. 66 bis 68.
Mehr Sorgfalt bei Angaben zur Erzeugnisqualität gefordert
Eine größere Sorgfalt bei Angaben zur Erzeugnisqualität ist bei Beratungen an der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. angemahnt worden. Bei diesen Beratungen wurde darauf hingewiesen, dass in letzter Zeit wiederholt Ängste, Verunsicherungen und Depressionen der Menschen genutzt worden sind, um sie als Verbraucher zum Kauf von Nahrungsergänzungen und von funktionellen Lebensmitteln zu veranlassen.
Eine erst vor kurzem abgeschlossene Befragung, über die "Ernährung im Fokus" - eine vom aid Infodienst herausgegebene Zeitschrift - berichtet, ergab, dass ein bemerkenswerter Teil der Bevölkerung den Werbeaussagen in Anzeigen und auf Verpackungen folgt - auch wenn die Aussagen wie "geistiges Wohlbefinden, Schutz vor Krebs und arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen" ebenso wenig belegbar sind wie "Verlängerung des Lebens, Verhinderung von Schlaganfall und Herzinfarkt".
Da sich die Werbung für Lebensmittel sehr stark auf Nahrungsergänzungen und funktionelle Lebensmittel konzentriert, erscheinen nach der Befragung den Verbrauchern konventionelle Lebensmittel nicht mehr begehrenswert, so z. B. wegen des vermutlich zu geringen Vitamin- und Mineralstoffgehaltes. Derartigen Fehlinterpretationen ist nur durch eine warenkundlich fundierte Werbung und durch bessere Nutzung der Informationsfunktion der Verpackung vorzubeugen.
Ausgaben der Informationen der DVI-Arbeitsstelle Leipzig aus den Jahren 1999 bis 2001
Auf Grund wiederholter Anfragen ist darauf hinzuweisen, dass ältere Ausgaben der Informationen der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. über die Homepage des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. zugänglich sind (www.verpackung.org). So werden zurzeit bereitgehalten: die Ausgaben 1, 2, 3 und 4/1999, die Ausgaben 1, 2, 3 und 4/2000 und die Ausgaben 1, 2, 3 und 4/2001.
